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Die  Allmacht  des  Allmächtigen

von agnus d. / anno domini  2008

Das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit

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Leit- und Einführungssatz:   Tho 083  -  Jesus: 

Die Bilder sind dem Menschen sichtbar, und das Licht in ihnen bleibt verborgen. So offenbart sich der Vater, jedoch bleibt sein Bild umgekehrt verborgen in seinem Licht. 

Der Vater offenbart sich folglich in allen Körpern (= Bildern) bzw. Dinglichkeiten dieser Welt, was nur dadurch sein kann, wenn er inmitten des Universums es in Person verkörpert. Indem dadurch zugleich das in allen Dingen verborgene Licht in der Person des Vaters gefasst ist, wird die Menschengestalt des Vaters von diesem konzentrierten universalen und damit vierdimensionalen Licht vollkommen für jede Art von Empfangsgerät oder Empfangsorgan überstrahlt. Denn das Universum ist gemäß Albert Einsteins Erkenntnis als so genanntes Raumzeitkontinuum in der Einheit von Länge, Breite, Höhe und Zeit entsprechend vierdimensional. Dadurch ist das Licht des Vaters einzig mit dem in Äquivalenz ungegenständlich vierdimensionalen Geist wahrnehmbar. Jedoch ohne dass die auch im lichten Geiste lichtüberstrahlte Gestalt des Vaters bei derartiger Blendung zu erkennen wäre.

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Übersicht

 
   

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                               Allgemeines und Geschichtliches 

                                                   Allmacht und Allmächtiger

                                                                      Die Allmacht an sich

                                                                                   Die Allmacht in den Texten

                                                                                                        Der Allmächtige in Ewigkeit

 

 
   
 

Allgemeines und Geschichtliches 

 
   

 

 

Unter Allmacht oder Allmächtigkeit versteht man natürlich die Dinge nach Belieben zum Erscheinen oder Verschwinden zu bringen, oder sie nach Gutdünken unbegrenzt verändern zu können. "Die Dinge", das ist alles im All Vorhandene, sichtbar und unsichtbar, gegenständlich konkret oder ungegenständlich abstrakt, spirituell oder materiell, also das Dasein selbst, ganzheitlich oder in all seinen einzelnen Teilen. Eine solche Allmacht setzt naturgemäß den Willen zu ihrem Einsatz voraus, und damit wiederum einen Willens- und Entscheidungsträger, der nur eine ihrer selbst bewusste und mächtige, verstandbegabte und unterscheidungsfähige Person sein kann. Eine solch allmächtige Person hätte nicht nur die Allgewalt über das komplette Dasein, sondern sie müsste dies auch selbst innerhalb dessen vergegenständlichen bzw. verkörpern. Denn nur dann liegt das komplette Dasein in seinem Machtbereich und seiner Verfügungsgewalt. Das kann man sich gut mit dem je eigenen Körper verbildlichen, der unser Mittel ist, um mit unserer Hände Arbeit oder auch Kopfarbeit unsere Umwelt zu gestalten, sowie damit auch unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Denn stets muss ein Organ oder Apparat vorhanden sein, welcher einem damit einen Wirkungs- oder Machtbereich eröffnet. Darum muss bei Allmacht über das Dasein an sich, dieses allumfassende Dasein inmitten dessen von einer Person quasi fraktal vergegenständlicht sein. Denn ein Außerhalb der Allumfassung kann es ja von der Logik her nicht geben, weshalb die Allmacht einer organischen Vergegenständlichung innerhalb des ihm verfügbar unterliegenden All-Daseins bedarf. Eine derartige organisch personale Vergegenständlichung des allumfassenden Daseins innerhalb dessen wäre damit in Allmächtigkeit der allzeit lebendige Herr über ein ebenso allzeit lebendiges universales Dasein. 

An eine solch kosmisch universale Allmacht war zu Zeiten der ägyptischen Pharaonen noch nicht gedacht gewesen. Weil eben Allmacht einen Allmächtigen voraussetzt, den es in der damaligen antiken Götterwelt noch nicht geben konnte. Da teilte sich die Allgewalt sozusagen eine ganze personifizierte Götterschar der Naturkräfte und Tierwesen bis hin zu den Planeten am Sternenhimmel. Man war ja als bloßer Mensch den Naturgewalten und Schicksalsschlägen fast hilflos ausgeliefert. Die Vorstellung eines mit Allmacht ausgestatten Menschen lag da noch in weiter Ferne, und sie ist es zum größten Teil auch noch bis zum heutigen Tage. Denn die monotheistischen Weltreligionen gehen nicht etwa von einem allmächtigen Menschen aus, sondern von einer zuordnungslosen Personalität, bzw. eines formal und substanziell nicht näher definierten jenseitigen Allmachtswesen. Und auch die christlichen Lehren machen da keine Ausnahme. Obwohl mit Jesus Christus in den Evangelien ein allmächtiger Mensch handelte und Geschichte schrieb. Man konnte und wollte sich einfach nicht vorstellen und damit abfinden, dass der allmächtige Mensch statt seine Allmacht zu gebrauchen, sich der Ohnmächtigkeit ausliefert. Ganz deutlich wird dies in der Anweisung, welche Jesus im Thomastext für etwaige künftige allmächtige Nachfolger bereithält.

Tho  081   Jesus: Wer wahrhaft reich geworden ist, der soll herrschen, und wer die Macht erlangt hat, der soll sie aufgeben.

Doch wäre solch scheinbar widersprüchliche Forderung unbedingt erklärungsbedürftig gewesen. Denn man kann immer nur in Ausübung von Macht herrschen. Der Machtverzicht ist ja naturgemäß immer auch gleich ein Herrschaftsverzicht. Warum aber auf die Macht verzichtet werden soll, erklärt sich damit, dass es sich bei ihr um Allmacht handelt, welche die uneingeschränkte Macht über das totale Dasein darstellt. Und das Dasein selbst ist zu seinem Sein an ganz bestimmte Bedingungen gefesselt, die erfüllt sein müssen, damit Dasein überhaupt sein kann. Allmacht kann also erst dann einem Allmächtigen zur freien Verfügung stehen, wenn der ganzheitliche Prozess der Begründung und Sicherung des Seins - einschließlich seines eigenen Seins - vollständig abgeschlossen ist. Es ist etwas näher betrachtet ergo eine absolute und vernünftige Herrschaftshandlung des Allmächtigen auf seine erlangte Allmacht bis zur Vollendetheit des Prozesses aller Welt- und Daseinswerdung zu verzichten. Herrschaft kann eben auch in der Weise ausgeübt werden, dass man sich aus dem auch selbst betreffenden laufenden Grundlagenprozess vollständig heraushält, bis er in seiner bestimmungsgemäßen Zielgerichtetheit abgelaufen ist. Es entspricht noch ganz dem antiken Denken mit seinen magischen Weltbildern sich den Allmächtigen als einen von allem losgelösten außerweltlich thronenden Zauberer vorzustellen. Das heutige Denken weiß dagegen, dass gleich wie das Nichts ganzheitlich unteilbar ist, dann der zugehörige Gegensatz bzw. das Dasein ebenso ganzheitlich unteilbar sein muss. Von daher kann der Allmächtige nicht aus der Welt sein, sondern muss vielmehr mit ihr absolut deckungsgleich sein, und zwar in jeder Hinsicht.

Diese Tatsache ist dann auch der Grund dafür, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte ein Allmächtiger erstmalig in Erscheinung trat. Jedoch noch nicht gleich in konkreter Menschengestalt, sondern erst einmal noch ganz ungegenständlich spirituell. Das Alte Testament der Bibel gibt uns darüber reichhaltigen Aufschluss, beginnend bei Noah über Abraham usw., denen sich in Visionen der Allmächtige quasi als Erste offenbarte. Bei Moses gibt es dann die ersten Aussagen des Allmächtigen über sich selbst. Das fängt bei seiner Namensnennung an, und geht bis hin zu den Zehn Geboten. Auf seine universale Allmacht verweisen insbesondere die Bezeichnung: Ich bin der "Ich bin", und auch die Selbstbezeugung: HERR, sowie: "Außer mir ist kein Gott". Denn Herrsein bedeutet die Herrschaft zu haben, die in Verbindung mit dem Gottsein einen Allmächtigen offenbart. Dabei bringt das "Ich bin" unwandelbare Lebendigkeit zum Ausdruck, ebenso wie das allumfassende Sein an sich, in Übergriffenheit von Raum und Zeit. Doch diese Übergreifung bedeutet allumfassungsgemäß keine von allem enthobene Außenstellung, sondern die Deckungsgleichheit von Welt und Gott mit einem System der Kausalität und Finalität für Welt und Gott, das dann nicht anders als zyklisch sein kann, wo der Weltwerdungsprozess im Herrn beginnt und auch wieder endet, gemäß:

Jes 41,4  Wer hat es bewirkt und ausgeführt? Er, der die Geschlechter von Anbeginn gerufen: Ich, der HERR, der ich der Erste und auch bei den Letzten noch derselbe bin! Jes 44,6  So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Jes 48,12  Höre auf mich, Jakob, und du Israel, mein Berufener! Ich bin derselbe! Ich bin der Erste, und ich bin auch der Letzte! Offb 1,17  Und als ich Ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte Offb 22,13  Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Offb 1,18  und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs.

Dass der Herr keinerlei Eingriffe im laufenden Weltwerdungsprozess oder bei den Naturgewalten vornimmt, und den Dingen - abgesehen von seinen Selbstoffenbarungen im Geiste geeigneter Menschen - ihren freien Lauf lässt, ist nun ein direkter Hinweis darauf, dass der Zeitwandel keinerlei wie auch immer gearteter Einflussnahmen des Herrn bedarf, um an sein von ihm uranfänglich vorgegebenes Ziel zu gelangen. Da liegt es in der Hand jedes einzelnen Menschen, wonach er sein Leben mit welchen Zielvorstellungen ausrichten will. In Jesus Christus macht dazu der Allmächtige jedem Willigen ein unüberbietbares Angebot zur Teilnahme an seiner Person. Insbesondere sind es da die Überwindungsverheißungen in der Apokalypse - Offb 2,7 / 2,11 / 2,17 / 2,26 / 3,5 / 3,12 / 3,21/ 21,7 -, die jedem Welt- und Selbstüberwinder die Teilnahme am ewigen Licht und Leben des Herrn in Aussicht stellen. Weil der Herr das Universum in Person ist, und damit ohnehin bereits schon alles in ihm einbezogen ist, vermag er sich somit in sich selbst zu offenbaren und hinzugeben an wen auch immer er will. Jedoch ist die Identität des Herrn unteilbar, weil er eben das Dasein insgesamt verkörpert, indem er es in sich selbst erzeugt, sowie durch sein urscheidendes Schöpfungsgericht auf ewig gesichert und begründet hat. Wer allerdings als Ebenbild Gottes in seinem Leben alle Selbststationen des Herrn absolviert, der hat sich in solcher Vollendung vom Ebenbild zum Urbild gewandelt. Er ist dadurch mit dem Herrn identisch geworden, ebenso wie es Jesus Christus einst vorvollzogen hatte. Denn die Identität des Herrn ist und bleibt ausschließlich ihm selbst vorbehalten, bzw. all denen, die ihm bis in die letzte Konsequenz nachzufolgen vermochten, und sich damit seine Identität erworben hatten.

Jes 42,8  Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Götzen!

 

 

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Allmacht und Allmächtiger

 
   

 

 

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Denn ihm liegt eine ganz bestimmte Erkenntnis zugrunde. Nämlich, dass es im Grunde genommen nur zwei Alternativen beim Dasein geben kann. Das ist einmal eine allgemeine Unbestimmtheit nach dem Zufallsprinzip, oder aber eine personale Bestimmtheit nach dem Zwangsprinzip. Beim Zwangsprinzip gibt eine Zwangslage vor, welche Entscheidung zur Selbsterhaltung getroffen werden muss, wobei hierbei keine Entscheidung die automatische Selbstabschaffung bedeutet, weshalb es gerade eine Zwangslage ist, zur Selbsterhaltung eine entsprechend selbsterhaltende Entscheidung treffen und durchsetzen zu müssen. Beim Zufallsprinzip gibt es keinerlei Entscheidung, die hier auch nichts bewirken könnte. Denn da wäre natürlich das freie Spiel der Kräfte am Werk, welchem damit ebenso automatisch alles Dasein untergeordnet wäre. Die bekanntlich von Atheisten favorisierte Zufallsvariante hat jedoch seit den grundlegenden naturwissenschaftlichen Erkenntnissen im letzten Jahrhundert über den Ursprung und Aufbau der Materie nunmehr endgültig ausgespielt. Denn zum einen steht inzwischen felsenfest, dass der Urknall rein energetischen Ursprungs ist, wobei dann eben auch die Materie nichts anders als eine Art geronnener Energie ist. So hatte schon Max Planck formuliert, dass es die Materie an sich nicht gibt. Und die Heisenbergsche Unschärferelation tat dann da noch ein Übriges mit der Abhängigkeit des Beobachteten von der Art des Beobachtens durch einen Beobachter. Damit ist das geistlose Zufallsprinzip beim Dasein ausgeschieden, weshalb das geistige Zwangsprinzip allem Dasein zugrunde liegen muss. Konkret bedeutet so der ungegenständliche Geist die Grundlage allen Daseins, und damit auch die Grundlage für Energie, welche ihrerseits wiederum die Grundlage für Materie ist. Im Menschen kommt zum Geist noch die Seele als Wesen hinzu, so dass es seelen- oder wesenslosen Geist nicht geben kann. Damit wird klar, dass die Weltschöpfung oder auch Genesis eine geistseelische Angelegenheit sein muss, welche grundsätzlich durch den mit solcher Ausstattung versehenen Menschen bewerkstelligt werden kann. Als Beweis dienen uns hierzu jene Selbstaussagen Jesu Christi im Johannesevangelium, oder besser die noch klareren im Thomastext wie folgt:

Tho 002  Jesus sprach: Wer sucht, der wird finden. Wer an das Innere pocht, dem wird geöffnet. Wer sucht, der suche weiter, bis er findet. Wenn er findet, wird er entsetzt sein, und wenn er entsetzt ist, wird er sich wundern. Über das All wird er herrschen und Ruhe finden. Tho 032  Jesus: Eine Stadt, die hoch auf einem Berg gebaut und befestigt ist, kann weder fallen noch verborgen bleiben. Ich bin das Licht über allem, und das All bin ich. Tho 067  Jesus: Wenn einer das All erkennt, aber sich selbst nicht, so verfehlt er alles. Tho 077  Jesus: Ich bin das Licht über allem, und das All bin ich. Aus mir ist das All hervorgegangen, und alles ist bei mir angekommen. Spaltet das Holz – ich bin da! Hebt einen Stein auf – ihr findet mich! Tho 070  Jesus: Was ihr in euch erzeugt, das wird euch, wenn ihr es habt, retten. Was ihr nicht in euch erzeugt, das wird euch - wenn ihr es nicht habt - umbringen

Man muss kein Genie sein, um beim Lesen dieser Aussagen in Zusammenfassung zu erkennen, dass es Jesus gelungen war, mittels seines Geistes und seiner Seele bei sich selbst das All zu erzeugen, in dessen Mitte er ja wie jeder andere Mensch auch entstanden war. Das kann man nur verstehen, wenn man sich klar macht, dass Geist und Seele nicht den Schranken weltlicher Gegenständlichkeit unterworfen sind. Geist und Seele sind eben überdimensional schrankenlos, wie am Beispiel Jesu Christi noch einmal absolut deutlich wird. Zugleich wird damit ebenso deutlich, dass Weltschöpfung eine geistseelische Angelegenheit ist, die allerdings an gewisse Vorbedingungen des Suchens, Anklopfens und Findens geknüpft ist. Bei der Weltschöpfung geht es also immer um Rückkoppelung, indem Welt und Mensch vorausgesetzt sein müssen, damit ein Mensch in Welt und Universum dem System die erforderliche Rückkoppelung geben kann, wodurch er letztlich zum System in Person wird. Die Vergegenständlichung des Systems bzw. des Universums in seiner Person bedeutet dann, dass damit alles Dasein bei ihm angekommen ist. Angekommen war damit auch Jesus bei sich selbst, indem er ja aus seiner Weltschöpfung und dort inmitten von ihr als geschichtlicher Mensch entstanden war. Doch mit seiner Weltschöpfung bei sich selbst, reicht der Bogen seiner Existenz über Zeit und Raum hinaus, so dass er ergo raumzeitlich vor der Weltschöpfung war, bevor er raumzeitlich in ihr wurde. Damit ist er natürlich auch sich selbst sein eigener geistseelischer Vater.

Tho 019  Jesus sagte: Selig, wer war, bevor er wurde! Wenn ihr mir folgt und auf meine Worte hört, dann dienen die Steine hier euch. Denn ihr habt fünf Bäume im Paradies, die kein Sommer und kein Winter bewegt und deren Blätter nicht fallen. Wer sie kennt, der wird den Tod nicht schmecken. Joh 8,58  Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe Abraham ward, bin ich!

Aus den vorstehenden Aussagen Jesu ergibt sich zudem, dass durch die geistseelische Welterzeugung bei einem selbst, man hier in eine paradiesische Überzeitlichkeit gerät. Denn Jesus eröffnet mit seinen Verkündigungen allen Willigen und Fähigen die Nachfolge seiner selbst als universaler Weltschöpfer in Allmacht. Doch kann es immer nur eine Identität des universalen allmächtigen Weltschöpfers geben, weil das Universum allumfassend immer nur ein Einziges und Ganzes ist. Dann ist die personale Vergegenständlichung des Alls auch immer die identische. Universaler Geist und Weltseele sind dann an keiner individuellen Körpergestalt festgemacht, obgleich jede Gestalt beliebig verfügbar ist. In der Fassung des kompletten universalen Daseins unter ein allmächtiges Haupt wird der individuelle Weltschöpfer zu einer der Einheit und Ganzheit gemäßen universalen Idealfigur beliebiger individueller Erscheinungsweisen. Dies belegen uns die biblischen  Auferstehungsberichte, wo der Auferstandene mal in dieser oder auch jener unterschiedlichen Gestalt gesehen und erlebt worden war. Jedoch ohne dass die einstige geschichtliche Identität darin untergegangen wäre. Für die Wiedererkennung Jesu bei seinen Anhängern zeigte sich das Universum in Person schließlich absolut eindeutig in Jesu Identität, Gestalt und Wunden. Eine derartige alle Sinnesorgane ansprechende Wirklichkeitsoffenbarung übernatürlicher universaler Existenz, ist ganz gewiss der beste Beleg für die vorhandene Allmacht eines damit Allmächtigen. Durch den stets zurückhaltenden Einsatz seiner Allmacht verweist der Allmächtige auf die universale Selbstorganisation lebendigen Daseins. Da verliert das Haupt niemals sozusagen die Bodenhaftung. Vielmehr zeigt sich hier ein ewiger Zyklus eines sich in allen seinen je individuellen Weltschöpfern beständig erneuernden Universums in Person, mit der damit immer gleichen überindividuellen Identität eines solch einheitlichen und ganzheitlichen Daseins.

Dadurch, dass der Allmächtige die Vergegenständlichung und Personalisierung des Alls inmitten des Alls ist, befindet er sich zentral in sich selbst. Und hat er sich darin dahingehend vollendet, dass er seine zunächst noch außerkörperlich fremdidentisch widersprechende Umwelt kraft seiner Geistaussendung über sie, in seine Person einzubinden vermochte, so ist diese dadurch im so Vollendeten zugleich auch zur widerspruchsüberwundenen Mitidentität mitvollendet. Solche Vollendung von Allmacht und Allmächtigem ist raumzeitübergreifend, und damit raumzeiterfüllt ewig. Offb 19,6  Und ich hörte wie die Stimme einer großen Menge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie die Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, ist König geworden! Eine vormals in Opposition zum HERRN befindliche Menschheit, hatte sich durch das seine Identitätshingabe betreffende Selbstopfer des HERRN ihm widerspruchsvernichtend angleichen können. Denn dass der Allmächtige einen der Evolution entsprechenden personalen Werdegang vom sozusagen nackten Affen zum ganzheitlich vollendeten Menschen vollzogen hatte, das ergibt sich aus dem Verhältnis von Mensch und Menschensohn. Indem sich Jesus als Menschensohn bezeichnet hatte.....Mk 9,12  Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuvor und stellt alles her; und wie steht über den Sohn des Menschen geschrieben? Dass er viel leiden und verachtet werden müsse! Mt 16,13  Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Joh 12,34  Das Volk antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetze gehört, dass Christus in Ewigkeit bleibt; wie sagst du denn, des Menschen Sohn müsse erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn?......gab er zu verstehen, dass sein Vater "der" universal ganzheitlich allmächtige Mensch ist. Doch war zu Jesu Lebenszeiten weder Jesus als allmächtiger Sohn des allmächtigen Menschen noch der Vater als eben ein Mensch zu erkennen gewesen. Joh 14,7  Hättet ihr mich erkannt, so würdet ihr auch meinen Vater kennen; und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen. Joh 12,45  Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. Joh 14,9  Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater? Joh 15,24  Hätte ich nicht die Werke unter ihnen getan, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie [dieselben] gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater; Es ist der heilige Allgeist des Universum zu einer allumfassend ganzheitlichen Person, welche dem Menschensohn und Menschenvater die "geistliche" Identität beschert. Denn körperlich sind naturgemäß der Sohn und der Vater zwei raumzeitlich getrennt ganz unterschiedliche Menschen, so wie sich auch sonst ein jeder von seinen Mitmenschen in allen nur möglichen Belangen unterscheiden muss.

Mk 9,35  Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, so sei er von allen der Letzte und aller Diener.

 

 

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Die Allmacht an sich

 
   

 

 

Ein Dasein welches allumfassend ist, und das als seiner selbst bewusste wahrnehmungsfähige Person existiert, das hat damit auch notwendigerweise die Verfügungsgewalt über sich selbst, und ist dadurch erstens Herr seiner selbst, sowie zweitens Herr allen Daseins. Im Umkehrschluss verkörpert ein Allmächtiger allumfassendes Dasein in Absolutheit. Dann muss jegliche Allmachtshandlung des Allmächtigen ihn immer auch direkt selbst betreffen, womit der Allmachtsausübung natürliche Grenzen gesetzt sind. Denn niemals dürfen die Machthandlungen dazu führen sich gegen den Allmächtigen zu wenden, oder sich gegen ihn auszuwirken, indem eben hierbei das komplette Dasein in Mitleidenschaft gezogen wäre. Jüngstes Schöpfungsgericht ist daher als Urscheidung ein uranfänglich absoluter Akt des Allmächtigen zur Begründung und Sicherung des Daseins gegenüber dem Nichts, dem alles Dasein einschließlich dem Herrn sein Sein verdankt. Denn das Dasein gibt es immer nur in der Polarität mit dem Nichts, wie Positiv und Negativ, oder Plus und Minus. Da kann es das eine ohne seinen Gegensatz nicht geben. Bei einer die Zeit und Schöpfung abschließenden Vereinheitlichung allen Seins durch den finalen Selbst- und Weltüberwinder werden sämtliche Gegensätze im Sein zu einer absoluten Symmetrie aufgehoben. So wie jeder Pol ohne seinen zugehörigen Gegenpol einen Nullwert zum Nichts besitzt, so ist das auch beim Uranfang kennzeichnenden allvereinheitlichten Sein. Darum ist die quasi erste Amtshandlung des neu entstandenen Alls in Person, der totale Einsatz seiner ihm naturgemäß aus der Allumfassung seines Seins zukommenden Allmacht bei der Her- bzw. Wiederherstellung der seinkennzeichnenden Polarität bzw. Binarität des Seins und Nichts, einschließlich allen sonstigen weltbildenden Gegensätzen.

Ein ganz wesentliches Merkmal der Allmacht ist ihre Unteilbarkeit entsprechend der Unteilbarkeit des allumfassenden Daseins. Denn gegenüber dem immer einen und einzigen Nichts gibt es als zugehörigen Gegensatz ein ebenso immer nur einziges Dasein der systemischen Geschlossenheit. Das folgt aus der Gleichwertig- und Gleichrangigkeit der Pole in einer Polarität, wie etwa bei Plus und Minus, oder Positiv und Negativ. Die Unteilbarkeit der Allmacht zieht eine Unteilbarkeit der sie besitzenden Person nach sich. So ist der Allmächtige als das All in Person notwendigerweise in der Einheit und Ganzheit von allem immer nur eine der Einheit und Ganzheit entsprechend einzige Person. Obgleich in der Verkörperung des Universums durch einen Menschen in diesem Allmächtigen sämtliche Menschen aller Räume und Zeiten vorhanden sein müssen. Zwar ist der Allmächtige als All-Oberhaupt mit allen Menschen seines Alls identisch, doch ist darin jeder einzelne Mensch mit dem Allmächtigen nicht identisch, so wie jedes Einzelteil nicht das Ganze sein kann, aber umgekehrt das Ganze alle seine Teile sein muss. Zwischen allen eindimensionalen Menschen und dem vierdimensional allmächtigen Menschen liegen nun einmal personale Stationen dimensionaler Zugewinne von der anfänglichen Eindimensionalität bis hin zur Vierdimensionalität, welche der Allmächtige in seinem Werdegang vom sozusagen nackten Affen zum ganzheitlich vollendeten Menschen mit drei totalen Selbstopferungen im Dienst am allumfassenden Dasein zu durchlaufen hatte. 

Mk 9,35  Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, so sei er von allen der Letzte und aller Diener. Joh 5,19  Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn.

Allmacht ist immer die Macht des Alls über sich selbst, die dann notwendigerweise einer personalen Fassung bedarf, um zur Anwendung zu gelangen. Denn bei einem allumfassenden Dasein gibt es keinerlei Wirkungsmöglichkeit durch es nach außen, oder aber von Außerhalb auf es nach innen. Das heißt, dass es bei Totalsingularität keine von außen kommenden Wirkungen geben kann, auf welche sie als betroffenes Glied in einer Kausalkette zu reagieren hätte. Von daher kann die Macht des Alls als Allmacht stets nur auf sich selbst gerichtet sein. Dabei ergibt sich, dass das All in der Person des Allmächtigen sowohl einer Selbstunterworfenheit als auch einer Selbstbeobachtung unterliegt, so dass seine Allmacht uranfänglich systemisch bei sich selbst eingesetzt werden muss. Sind einmal jene bei Totalsingularität Nichts und Sein selbstbetreffenden urexistenzialen Belange im Gebrauch der Allmacht als so genanntes Schöpfungsgericht für alle Zeit und Ewigkeit erledigt, dann dürfte es kaum mehr Anwendungsfelder für die Allmacht geben. Denn wir erinnern uns, dass Allmacht immer die Macht ist, die das All für seine Selbstbelange einsetzt. So kann der das Universum verkörpernde Allmächtige inmitten seines er selbst seienden Universums nach der Begründung und Sicherung solchen All-Seins keine Veranlassung mehr haben seine Allmacht weiter systemisch einzusetzen. Von daher bekommt bei Rückgeschlossenheit des Systems zum in sich selbst geschlossenen Weltzyklus die Allmacht die Bedeutung innerhalb der Welt alle Dinge und Begebungen zur freien Verfügung zu haben.

Mt 28,18  Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

 

 

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Die Allmacht in den Texten

 
   

 

 

In den Texten der Bibel gibt es etliche Selbstaussagen des Herrn zu seiner Allmacht als Allmächtiger. Berichte wie der Herr zu seiner Allmacht gekommen ist, finden sich nur in der Offenbarung des Johannes, der so genannten Apokalypse. Dort sind es die Überwindungsverheißungen - Offb 2,7 / 2,11 / 2,17 / 2,26 / 3,5 / 3,12 / 3,21/ 21,7 - die uns einen klaren Hinweis darauf geben, wie die Entwicklungslinie vom ohnmächtigen Nacktaffen zum allmächtigen Menschen ihren Verlauf zu nehmen hat. Und immer ist es da bei jedem reaktiven Hinzugewinn einer weiteren Selbstdimension durch eine unmittelbar vorangegangene Selbstopferung, die den allmächtig Werdenden bis zu seiner vierdimensionalen Vollendung den währenddessen aller seiner Allmacht entblößt - als Agnus Dei bzw. Lamm Gottes - ohnmächtig Geschlachteten sein lässt. Offb 4,11  Würdig bist du, unser Herr und Gott, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie alle geschaffen!  Offb 5,12 die sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, welches geschlachtet ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lobpreisung!

Joh 16,33  Solches habe ich zu euch geredet, auf dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Mk 14,62  Jesus aber sprach: Ich bin's; und ihr werdet des Menschen Sohn sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels! Joh 5,21  Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Die Auferweckung von Toten bzw. Gestorbenen durch Vater oder Sohn bedeutet keine allgemeine Auferstehung von den Toten am Zeitende zum Gericht, wie sie von Paulus geglaubt wurde. Die Betonung im Text liegt auf dem Willen zur Lebendigmachung einzelner auserwählter Toter im Sinne freier Verfügbarkeit. Obgleich vom HERRN das komplette Universum vergegenständlicht wird, und damit alles und jedes zu seiner Zeit an seinem Ort im HERRN enthalten ist, bezieht sich das eben nur auf die jeweils zwischen Geburt und Tod gegebene Lebensspanne, wodurch grundsätzlich jeder Tote vom HERRN auferweckt oder wiederbelebt werden kann. Die Toten und Begrabenen, dies sind und waren die evolutiv unvollendet sterblichen Abbilder jener unsterblichen Urbilder, die im vollendeten Allmächtigen vorhanden sind. Denn indem vom Vollendeten das dadurch mitvollendete All vergegenständlicht wird, hat an der Vollendung des lebendigen HERRN die komplette Schöpfung von Anfang bis Ende entsprechenden lebendigen Anteil. Diese in Ewigkeit vollendet Daseinseinheit ist das unvergänglich göttliche Urbild gegenüber einer in evolutiver Zeit befindlichen Daseinseinheit als vergänglich satanisches Abbild. Tho 084 Jesus sprach: Jetzt freut ihr euch, euresgleichen zu sehen. Wenn ihr aber eure Abbilder (= Urbilder) seht, die vor euch bestanden haben und die weder sterben noch offenbar werden – wie viel könnt ihr ertragen?

In den folgenden alttestamentlichen Bibelversen offenbart sich der HERR als der allmächtige Gott: 1Mo 17,1  Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott. Wandle vor mir und sei tadellos! 1Mo 35,11  Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott, sei fruchtbar und mehre dich! Ein Volk und eine Völkergemeinde soll von dir kommen, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorgehen; 2Mo 6,3  ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als der allmächtige Gott; aber nach meinem Namen «HERR» habe ich mich ihnen nicht geoffenbart. Im Neuen Testament ist es insbesondere die Offenbarung des Johannes, worin der HEER auf seine ewige Vollendetheit als allmächtiger Gott verweist. Offb 1,8  Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. Offb 4,8  Und die vier lebendigen Wesen, von denen ein jedes sechs Flügel hat, sind ringsherum und inwendig voller Augen; und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der da war, und der da ist, und der da kommt! Offb 19,6  Und ich hörte wie die Stimme einer großen Menge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie die Stimme starker Donner, die da sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, ist König geworden! Offb 21,22  Und einen Tempel sah ich nicht in ihr; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm. Der Allmächtige und der Ohnmächtige (= das Lamm) sind voll identisch. Innerhalb der evolutiven Zeit muss der HERR in seinem Werden vom anfänglichen Nacktaffen zum schlussendlich vollendeten Menschen notwendigerweise der Ohnmächtige sein. Erst das erfolgreiche Prozessende macht aus dem Geschlachteten jenen verdient siegreich Allmächtigen. Offb 17,14  Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen - denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige - und mit ihm die Berufenen, Auserwählten und Getreuen.

 

 

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Der Allmächtige in Ewigkeit

 
   

 

 

Pred 3,11  Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er in ihr Herz gelegt, da sonst der Mensch das Werk, welches Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende herausfinden könnte. Beim Werk handelt es sich natürlich um die Begründung und Sicherung des Seins gegenüber dem Nichts, das ebenso natürlich nur in Allmacht durch eine das Dasein vergegenständlichende Person geleistet werden kann. Und wer solche Tatsächlichkeit herausfindet oder herausgefunden hat, derjenige muss dann der vom Vers mit Ewigkeit im Herzen gemeinte Mensch sein.

Jedem ist vollkommen klar, dass Ewigkeit bzw. ewiges Leben immer nur derjenige geben kann, der über die Ewigkeit verfügt, weil er sie selbst in Person ist. Ebenso klar ist, dass alles Dasein seinen Grund hat, wie wir das im Rahmen von Kausalität (= Ursächlichkeit) und Finalität (= Zielgerichtetheit) an uns selbst sowie auch unserer Welt feststellen können. Kausalität und Finalität sind naturgesetzliche Grundbedingungen, auf dem alles Dasein aufbaut, einschließlich dem des Allmächtigen. Das folgt insbesondere aus der Polarität des Nichts und Seins, insoweit bei der uranfänglichen Alleinheit absolute Symmetrie vorherrscht, welche das Sein nullwertig sein lässt, als eine Art von Nichts. Dass das Dasein ist, und wir uns in einem existierenden Universum vorfinden, ist darum auf einen Grund zurückzuführen, der sich im Uranfang des allvereinheitlichten Seins zugetragen haben muss, und der notwendigerweise 1. nur bei einer Selbstwahrnehmung und 2. mit Allmächtigkeit zu leisten war. Das heißt, dass sich durch die alles gleich machende und erstarren lassende Alleinheit eine tödliche Selbstbedrohung ergibt, da bei Allvereinheitlichung zu absoluter Symmetrie alle Unterschiede aufgehoben sind, mit nullwertigem Sein zum Ergebnis, als einer eigentümlichen Form von Nichts. Wie schon oben unter "Allmacht an sich" ausgeführt worden war, ist Allmacht aufgrund dessen zuallererst die Fähigkeit des Universums zu einer personalen Selbstbeherrschung und Selbstbemeisterung in der Abgrenzung vom Nichts. Aus der Abgrenzung vom Nichts folgt quasi automatisch ein ewig Allmächtiger, der in seiner Allumfassung nicht anders als ewig existent sein kann. Entsprechendes kommt in den nachfolgenden Bibelversen sehr schön zum Ausdruck. 

Spr 8,23  Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor dem Ursprung der Erde. Jes 46,9 Gedenket der Anfänge von Ewigkeit her, dass Ich Gott bin und keiner sonst, ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Hes 37,28  Und die Heiden werden erfahren, dass ich der HERR bin, welcher Israel heiligt, wenn mein Heiligtum in Ewigkeit unter ihnen sein wird. "Sein Heiligtum", das ist inmitten des Universums der das Universum vergegenständlichende Herr im Körper eines vom anfänglich unvollendet sterblichen Nacktaffen sich raumzeitlich - als so genanntes Lamm Gottes, bzw. Agnus Dei - zum ganzheitlich vollendet ewig lebendigen Menschen gewandelt habenden Wesens.

Offb 1,18  und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs. Offb 4,9  Und so oft die lebendigen Wesen Ruhm und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, Offb 4,10  so fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Throne sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werfen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen: Offb 5,13  Und alle Geschöpfe, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meere sind, und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Offb 5,14  Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offb 7,12  und sprachen: Amen! Lobpreisung und Ruhm und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke sei unsrem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offb 10,6  und schwur bei dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: es wird keine Zeit mehr sein; Offb 11,15  Und der siebente Engel posaunte; da erschollen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Weltreich unsres Herrn und seines Gesalbten ist zustande gekommen, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit! Offb 15,7  Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offb 22,5  Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes eines Leuchters, noch des Sonnenscheines; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

 

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